Im Sommer wird umgebaut

Sie haben sich viel vorgenommen, die Familien Rohletter und Jung-Diefenbach, die das Limburger DOM Hotel am 1. September 2017 von der Familie Haas übernommen haben. Ihr Anliegen ist es, den Charakter des reizvollen Gebäudes mit der einzigartigen Lage am Eingang zur Limburger Altstadt zu bewahren, gleichzeitig aber auch allen Gästen ein komfortables, zeitgemäßes Haus zu bieten. Dabei soll das Restaurant künftig eine besondere Rolle spielen und mehr für das Publikum geöffnet werden – mit einem ausgezeichneten und günstigen Mittagstisch, mit einer anspruchsvollen, abwechslungsreichen Abendkarte, mit zahlreichen spannenden Events – und mit einem neuen Kleid.

Federführend dafür wurde Architektin Angelika Seip engagiert. Die Limburgerin, die das Haus von klein auf kennt und mag und schon häufiger für den Gastronomiebereich geplant hat, hat sich in den vergangenen Wochen Gedanken um das Restaurant und die beiden Konferenzräume gemacht. Die letzte große Renovierung war 1995 – Zeit also, das Design aufzufrischen. Die Architektin aus der Diezer Straße 50 hat dafür unterschiedliche Grün- und Blautöne gewählt, die gemeinsam mit den Farben des Holzes und mit Messing ein harmonisches Bild zaubern. Ein weiteres Thema ist das Licht, das am Abend Akzente setzt. Beispielsweise auf dem Samtvorhang in dunklem, warmen Petrol, der das Frühstücksbuffet vom eigentlichen Restaurant trennt. Die Tapete besticht mit breitem Pinselstrich, die Säulen im Raum werden verspiegelt, so dass sie nicht weiter auffallen.  Die Bestuhlung entlang der Fenster bleibt bestehen, die Mitte wird mit durchgehenden Sitz-Bänken belebt. Dadurch gibt es deutlich mehr Sitzplätze. Das ist auch gewünscht. Insgesamt soll es enger und gemütlicher werden. Der Teppich weicht einem modernen Boden mit Eiche-Charakter. Tische und Stühle werden erneuert, ebenso wie die Medientechnik in den Konferenzräumen. „Die Kunst ist, Funktion, Design und Wirtschaftlichkeit zu vereinen“, erzählt die Architektin, die sich freut, gerade in ihrer Heimatstadt ein so reizvolles Projekt zu betreuen und die mit sorgsam überlegten Detaillösungen, die auf den ersten Blick nicht auffallen, für besonderes Flair sorgen möchte. Der Umbau soll in sechs Wochen geschafft werden – von Ende Juni bis Anfang August bleibt das Restaurant geschlossen. Und dann freuen sich die Gastgeber wieder auf viel Besuch!

 

Der Planer: Klaus Rohletter

Ein bekanntes Gesicht in Limburg und Umgebung: Klaus Rohletter, der gemeinsam mit seinem Freund Stefan Jung-Diefenbach im vergangen Jahr das DOM Hotel gekauft hat, ist bei vielen Veranstaltungen in der Region unterwegs. Seine geschäftlichen Besprechungen hält der schlanke 52-Jährige, der mit seiner Familie in Hausen wohnt, natürlich am liebsten im DOM Hotel ab. Beim Essen. Meist drehen sich diese Gespräche um das Thema Bauen – auch Klaus Rohletter gehört zum Vorstand der Albert Weil-Bauunternehmung, die seit 70 Jahren für konstruktiven Ingenieurbau, Schlüsselfertigbau und schweren Erdbau steht und insbesondere für zahlreiche Straßen und Brücken in der Region verantwortlich zeichnet. Zu seinen Hobbys zählen natürlich Ehefrau Sabine und die drei gemeinsamen Kinder. Die sind das Wichtigste in seinem Leben. Aber Klaus Rohletter schwärmt auch für das Rasenmähen. „Rasenmähen ist eine kontemplative Beschäftigung und gibt mir die Chance, ungestört nachzudenken“, sagt er. Und zum Nachdenken gibt es vieles: Die Großfamilie, die Arbeit, die Aufgaben im Verwaltungsrat der Kirchengemeinde St. Laurentius, der Wunsch, wieder einmal zu joggen und natürlich das Hotel. Sein großer Wunsch ist es, hier die Gastfreundschaft hoch zu halten und das Haus immer mit Leben zu füllen. „Ich möchte nicht, dass die Menschen einfach vorübergehen,“, sagt der Planer, der gerne die Fäden in der Hand hält. Und denkt darüber nach, wie eine offene Hotelbar im Hotel integriert werden kann.
 

Der Temperamentvolle: Stefan Jung-Diefenbach
Dass er einmal Hotelbesitzer würde, hat sich der dreifache Familienvater auch nicht träumen lassen. Umso schöner, dass Stefan Jung-Diefenbach, der gemeinsam mit Stefan Hopmann und Klaus Rohletter als Vorstand der Albert Weil-Bauunternehmung tätig ist, inzwischen mit Herz und Seele an dem Schmuckstück in der Grabenstraße hängt. Oft diskutiert er mit Ehefrau Michaela über neue Ideen rund um das Hotel. Zum Beispiel beim gemeinsamen Frühstück. Der Frühaufsteher verwöhnt nämlich seine Familie und sorgt immer für die erste Mahlzeit des Tages – für Mittag- und Abendessen ist aber Ehefrau Michaela zuständig. Ansonsten ist der 46-jährige Wahl-Offheimer gerne mit Freunden unterwegs und in der Fastnacht aktiv. Zum Beispiel beim Männerballett. Da hat sich der Sportler, der auch ordentliche Bälle beim Tischtennis schlägt, längst einen guten Namen gemacht. Ansonsten ist er bereits seit 2008 ehrenamtlich im kirchlichen Verwaltungsrat von St. Servatius in Offheim tätig. Seine Vision? Ein mit Limburg verwachsenes Hotel, in das auch die Domstadt-Bewohner gerne zum Essen kommen. Und um das noch einfacher zu machen, tüftelt der ebenso temperamentvolle, wie bodenständige gelernte Vermessungstechniker an neuen Lösungen für den Eingangsbereich.